• Umverteilungseffekte aufgrund Eigenverbrauch
    • Eigenverbrauchsregelung ist eine Förderung der PV-Produktion durch Umverteilung von Netznutzungskosten ohne Reduktion der Netzkosten.
    • Diese zusätzliche Förderung beträgt über die Lebensdauer von 25 Jahren gerechnet 500–750 CHF pro kW installierte Leistung.
    • Die Zusatzsubventionierung ist nicht transparent und ohne geplantes Auslaufen.
    • Eine Ausweitung der Möglichkeiten des Eigenverbrauches (diverse ZEV-Modelle) vergrössert den Effekt zusätzlich.
    • Durch Leistungstarife reduziert sich die Quersubventionierung proportional.

    Whitepaper

  • Tarifierung Netze

    Die Netztarifierung hat im Wesentlichen zwei Funktionen:

    • Verursachergerechte Kostenallokation an die Verbraucher
    • Anreize für netzdienliches Verbrauchsverhalten

    Bisher waren als Messgrösse für die Tarifierung der grossen Mehrheit der Endkunden nur die bezogene Menge in kWh gemäss Zählerablesung über eine grössere Zeitperiode verfügbar. Mit Smart Metern stehen neu viertelstündliche Verbrauchswerte zur Verfügung. Diese Messwerte sind eine wesentlich verursachergerechtere Bemessungsgrundlage für die Beanspruchung des Netzes. Mit neuen Tarifmodellen auf Basis solcher Lastgänge lassen sich sinnvollere Anreize für das Verbrauchsverhalten setzen. Sie bilden somit den wichtigsten Schlüssel eines Smart Grids und erlauben, den Kunden besser einzubinden.

  • Netzintegration von E-Mobilität
    • Elektromobilität wird im Personenverkehr stark wachsen. Sie ist eine der wenigen Alternativen zur fossilen Mobilität.
    • Ohne anderweitige Anreize wird der Kunde so rasch wie möglich laden. Dies erzeugt im Verteilnetz Leistungsspitzen.
    • Das Verteilnetz muss auf diese Leistungsspitzen ausgelegt werden.
    • Um einen Netzausbau zu beschränken, soll das Fahrzeug nicht „so schnell wie möglich“, sondern nur „so schnell wie nötig“ geladen werden.
    • Dafür sind Informationen und Zustimmung des Kunden nötig.
      Der Kundeneinbezug wird mit den richtigen tariflichen Anreizen erreicht.
  • PV-Einspeiselimitierung
    • Mit der Energiestrategie 2050 wird wesentlich mehr Strom mit PV-Anlagen produziert.
    • PV-Anlagen speisen typischerweise gleichzeitig ins Netz ein. Die maximale Produktion erreichen sie allerdings nur über eine kurze Zeitdauer pro Jahr.
    • Das Verteilnetz muss auf diese Leistungsspitzen ausgelegt werden.
    • Mit einer sinnvollen Limitierung der Einspeiseleistung kann der Netzausbau beschränkt werden, und zwar mit sehr wenig Energieverlust bei den Produzenten.
    • Damit erlaubt die Limitierung der PV-Einspeiseleistung bei gleicher Netzkapazität die Aufnahme von wesentlich mehr Energie.